Worte

Introversion

Schon lange habe ich vor, diesen Text zu schreiben. Schon lange weiß ich nicht so richtig, wie ich anfangen soll. Es geht um ein Thema, dass mir persönlich sehr wichtig ist, da es mein Leben entscheidend beeinträchtigt beeinflusst: Introversion.

Bezüglich Introversion gibt es sehr viele verschiedene Ansichten, Meinungen, Definitionen und Erfahrungen. Heute möchte ich meine mit euch teilen.


Dass ich introvertiert bin weiß ich schon ziemlich lange. So richtig akzeptieren konnte ich das erst spät. Warum? Weil die Gesellschaft uns lehrt, dass Introversion etwas Schlechtes ist. Dass wir stets offen, gesprächig, dominant und energisch sein müssen. Wer das nicht ist, dem wird schon früh klar gemacht, dass er nicht „normal“ ist. Aber das ist Unsinn.

Gesellschaftlich hat man es als Introvertierter oft schwerer. Schwerer, als jemand, der extrovertiert ist, sich offen präsentiert, auf Leute zu geht und gerne eine gewisse Aufmerksamkeit genießt. Unsere Gesellschaft ist heute auf diese Art Mensch ausgelegt. Sei es nun in der Schule, auf der Arbeit, oder ganz privat unter Freunden und Familie: Bist du nicht extrovertiert, giltst du als uninteressant, langweilig, vielleicht sogar unsympathisch oder komisch.

Es fängt schon in der Schule an. Ja, ich war oft ruhig. Ich habe oft zu viel über die Dinge nachgedacht und war mit meiner Antwort dann trotzdem nicht zufrieden genug, um sie laut in der Klasse kundzutun. Aber das hat mich doch lange nicht weniger intelligent oder weniger interessiert am Unterricht gemacht. In der Schule bedeutet ein Sich-weniger-melden aber zwangsläufig genau dies.

Versteht mich jetzt nicht falsch, ich bin immer gern zur Schule gegangen, hatte meinen Freundeskreis und auch immer gute Noten. Noten, die ich mir dann aber schriftlich erkämpfen musste. Ich habe bis heute nicht verstanden wie diejenigen, die den Stoff überhaupt nicht verstanden haben, sich nicht mal interessiert oder bemüht haben, bessere Noten  bekommen, bloß weil sie einfach präsenter waren. Aber das ist wohl jetzt ein anderes Thema.

Das soll jetzt hier keine Verleumdung gegen Extrovertierte sein – ganz im Gegenteil: ich bewundere diese Eigenschaft sehr, gerade weil ich nicht so bin. Aber ich habe den Punkt erreicht, an dem ich mich nicht mehr dafür rechtfertigen möchte, wie ich bin. Der Punkt, an dem ich mich dadurch nicht mehr schlechter fühlen möchte, als ich bin. Der Punkt, an dem ich erkannt habe, dass ich genauso wertvoll bin, wie alle anderen Menschen auch. Ich muss mich nicht verstecken. Ich darf aber, wenn ich das möchte.

Selbstportrait Outdoor Pflaumenplantage3

Introversion ist aber klar von Schüchternheit zu trennen. Wer introvertiert ist, ist nicht gleich schüchtern. Schüchtern bin ich, wenn ich mich nicht zu sprechen traue. Wenn ich nervös werde, weil mich jemand anspricht. Wenn ich lieber eine E-Mail schreibe, anstatt zum Telefon zu greifen. Kurzum: wenn ich Angst vor der Reaktion bzw. der Ablehnung meiner Umwelt habe.

Introversion, und darum soll es in diesem Artikel gehen, bedeutet für mich, dass ich schlicht und ergreifend nicht das Bedürfnis habe, etwas zu sagen. Ich muss mich nicht ständig unterhalten. Dieses „peinliche Schweigen“, vor dem es so vielen Menschen graut, kenne ich nicht. Ich fühle mich wohl, wenn es ganz still ist und finde es angenehm, einfach mal nicht mit jemandem sprechen zu müssen, einfach mal die Stille zu genießen und mit meinen Gedanken allein zu sein. Ich finde meinen unbeholfenen Smalltalk viel schlimmer. Ich hasse Smalltalk. Ich kann das einfach nicht. Und ich halte es auch oft nicht für notwendig.

Oft denken die Leute auch, ich hätte keine Meinung (ja, manchmal ist das vielleicht so). Aber hat schon mal jemand darüber nachgedacht, dass meine Meinung eben meine Meinung ist und ich sie nicht immer jedem mitteilen muss? Natürlich hab auch ich diese Momente, in denen ich von etwas total überzeugt bin. Dann kann es tatsächlich passieren, dass ich auch öffentlich meinen Standpunkt vertrete (siehe dieser Beitrag ;)). Aber meistens nur, wenn mir etwas wirklich wichtig ist und ich mein Gegenüber für den richtigen Gesprächspartner halte.

Selbstportrait Outdoor Pflaumenplantage4

Ich finde mich gut, so wie ich bin.

Ich höre gerne zu, lausche aufmerksam den Geschichten der Anderen. Ich denke über das Gesagte viel nach, behalte aber oft eben diese Gedanken für mich. Ich kann vielleicht keinen Smalltalk und in größeren Gruppen erst recht nicht, dafür blühe ich in innigeren Gesprächen mit einem Gegenüber geradezu auf. Ich denke, bevor ich spreche, und nicht etwa umgekehrt. Dafür bekommt das, was ich sage, einen ganz anderen Wert. Ich kann mich sehr gut konzentrieren und scheue es nicht, mal Zeit nur mit mir und meinen Gedanken zu verbringen. Ganz im Gegenteil: ich brauche das sogar. Während manch Einer nicht einmal zwei Minuten sein eigenes Selbst ertragen kann, beschäftige ich mich gerne mit meinem Inneren.

Und das soll mich nun zu einem schlechteren Menschen machen?

Ich könnte hier nun tausende Gründe nennen, warum es gut sein kann, introvertiert zu sein, aber das kann ich mir für ein anderes Mal aufsparen.

Selbstportrait Outdoor Pflaumenplantage5

Ihr seht, ich könnte ewig über dieses Thema philosophieren, bestimmt einen ganzen Roman damit füllen. Jedes Mal, wenn ich zum Schluss kommen möchte, fällt mir noch etwas anderes ein, was gesagt werden muss. Aber ich möchte einfach mal darlegen, wer ich bin. Wie ich bin. Eben weil ich das sonst nicht tue und die Menschen mich missverstehen. Mich, und viele andere da draußen. Ich wünschte, es würde mehr Klarheit über diese Eigenschaft herrschen, wegen der so viele Menschen sich schlecht fühlen. Ungerechtfertigt. Introversion ist mindestens genauso gut und genauso wichtig wie die Extroversion. Jetzt könnte ich noch darüber ausschweifen, wie schlimm es doch wäre, gäbe es bloß extrovertierte Menschen. Oder ausschließlich introvertierte. Ich finde, wir ergänzen und eigentlich optimal. Die Mischung macht’s.

Ich hoffe, ich konnte dem Einen von euch ein wenig aus der Seele sprechen und dem Anderen eine neue Sichtweise und neue Erkenntnisse bieten. Ich würde mich freuen, wenn ihr mir schreibt, was ihr zu dem Thema zu sagen habt. Was sind eure Erfahrungen? Wie empfindet ihr Introversion?

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23 Comments

  • Reply Christina

    Ein wunderschön geschriebener Beitrag! Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, ob ich extrovertiert oder introvertiert bin… Manchmal mag ich das Schweigen, manchmal muss ich mich meeega dringend mal unterhalten. Aber ich glaube ich bin eher auch der introvertierte Typ und finde das auch gut so 🙂

    Love,
    Christina ♥
    cinapeh.blogspot.de

    25. Juli 2016 at 10:59
    • Reply Lena

      Vielen lieben Dank. 🙂 Ich glaube nicht, dass das was mit dem Unterhalten oder dem Schweigen an sich zu tun hat, sondern einfach damit, in welchen Situationen man sich wohler fühlt. Manche brauchen viele Menschen um sich herum, andere brauchen eben lieber ihre Ruhe. Aber ich finde beides vollkommen in Ordnung.

      29. Juli 2016 at 16:34
  • Reply Hanna

    Wahnsinn, du hast es auf den Punkt gebracht! 🙂
    Ich genieß es oft einfach nur zu schweigen, meinem Kopf ist es auch so nicht langweilig. Super Post auf jeden Fall!
    Liebe Grüße,
    Hanna

    25. Juli 2016 at 15:15
    • Reply Lena

      Danke dir! Ja, so geht es mir eben auch. 🙂

      Liebe Grüße

      29. Juli 2016 at 16:35
  • Reply Clarissa

    Du sprichst mir aus der Seele! Ich habe mich auch nie gemeldet in der Schule und ich unterhalte mich auch viel lieber mit nur ein oder zwei Personen als in einer größeren Gruppe.
    Ich kam damit nicht klar anders zu sein, die Gesellschaft zwingt einen extrovertiert zu sein, ich hatte oft das Gefühl weniger wert zu sein. Jetzt muss ich lernen, dass ich so gut bin wie ich bin…
    Danke für deinen Beitrag!
    Liebe Grüße

    3. August 2016 at 16:13
    • Reply Lena

      Es freut mich, dass ich mit meiner Erfahrung nicht allein dastehe. Ich finde aber, wenn man weiß, wie man ist und auch dazu stehen kann, dann kommt man damit viel besser zurecht. Und dann müssen es die anderen ja auch… 🙂

      Danke für deine Worte!

      Liebe Grüße

      3. August 2016 at 21:23
  • Reply Hanna

    Hello! 🙂
    Schau mal hier: http://the-way-i-tend-to-be.blogspot.de/2016/08/blogvorstellung-rosegolden.html
    Einen wunderschönen Tag wünsche ich dir noch!
    Liebe Grüße,
    Hanna

    3. August 2016 at 16:39
    • Reply Lena

      Oooh, wie schön! Da freue ich mich aber. 🙂 Danke, danke, danke!

      Dir auch einen wunderschönen Tag!
      Liebe Grüße

      3. August 2016 at 21:25
  • Reply Quynh

    Ich kann nichts mehr hinzufügen.
    Ich beschäftige mich momentan auch sehr stark mit dem Thema der Introvertiertheit – habe ganz viele Texte geschrieben, Videos gedreht und das wird auch mein Thema für meine Bewerbungsmappen nächstes Jahr sein. Einfach, weil es dort so viel Austauschbedarf gibt. Vor allem, wie du auch schon geschrieben hast, weil die Gesellschaft introvertiert sein als etwas negatives ansieht. Dabei ist die Introvertiertheit/Extrovertiertheit Ratio gerade mal 3:4 auf der Welt, also gibt es eigentlich ganz schön viele introvertierte Menschen (wenn auch nicht mehr als extrovertierte). Es muss einfach viel mehr darüber gesprochen werden, deswegen find ich diesen Post super.

    3. August 2016 at 17:24
    • Reply Lena

      Vielen Dank für deine ehrlichen Worte! Dass mit dem Verhältnis 3:4 wusste ich gar nicht, aber wenn man mal so darüber nachdenkt, kann das echt hinkommen. Bloß fallen Introvertierte weniger auf.
      Wie bereits im Beitrag geschrieben bin ich auch der Meinung, dass man drüber sprechen sollte. Ich finde das ganz ganz wichtig.

      Ich wünsche dir viel Spaß bei deiner Arbeit rund um das Thema, das ist bestimmt interessant und umpfangreich.

      Liebe Grüße

      3. August 2016 at 21:29
  • Reply Blogvorstellung | roségolden – the way I tend to be.

    […] Fotos, DIYs und Tipps zur Bildbearbeitung. Sie schreibt wunderbare Texte, den letzten Post zu Introversion müsst ihr euch unbedingt […]

    23. August 2016 at 16:36
  • Reply Lily

    Wirklich wahre Worte. Ich hatte in der Schule oft mit Problemen zu kämpfen. Meine Introversion hat es mir schwer gemacht, Freunde zu finden. Ich habe die Schule nach der 9. Klasse gewechselt und konnte meinen Mitschülern nicht mal in die Augen schauen, weshalb der große Freundeskreis leider ausblieb. Auch die Noten litten gewaltig drunter. Während ich schriftlich wirklich gut war, hatte ich mündlich total schlechte Noten. Das lag nicht daran, dass ich die Lösung nicht wusste, sondern wie du sagtest, hab‘ ich mich einfach nicht getraut diese auszusprechen. Vor Angst sie wäre doch falsch und die Mitschüler würden mich für dumm erklären oder gar auslachen. Mit einigen Lehrern hatte ich sogar Absprache meine Hausaufgaben nach der Stunde vorzuzeigen, weil ich zu ängstlich war mich zu melden. Ich könnte stundenlang schreiben, wie Introversion mein Leben früher beeinträchtigt hat, mittlerweile kann ich damit umgehen und versuche ein wenig aus mir herauszukommen.

    Wunderbar geschriebener Text!
    Liebst,
    Lily

    31. August 2016 at 19:29
    • Reply Lena

      Irgendwie erleichtert es mich jedes Mal, wenn es Anderen genauso ergeht/erging wie mir. In der Schule waren introvertierte Leute ja eher die Seltenheit. Probleme damit Freunde zu finden hatte ich in der Schule zum Glück keine, weil ich – soweit ich mich erinnere – irgendwie erst mit ca. 12 so sehr introvertiert geworden bin. Und ja, in der Schule hat man es echt schwer. Auch jetzt noch in der Berufsschule hasse ich es, mich zu melden. Aber wenn richtig was daran hängt, gibt man sich halt einen Ruck..
      Ich könnte auch ewig lang weiter über dieses Thema schreiben, da geht es mir wie dir.

      Lieben Dank für deine Worte!

      31. August 2016 at 19:36
  • Reply roségolden - 10 Stärken von Introvertierten

    […] einiger Zeit habe ich euch meine Geschichte zum Thema Introversion erzählt. Viele von euch haben sich angesprochen gefühlt und mir daraufhin geschrieben. Vielen […]

    18. September 2016 at 15:17
  • Reply Nadine

    Liebe Lena, ich bin gerade über Lily auf deinen Blog aufmerksam geworden und habe mich direkt ein wenig verliebt. Keine Angst, nicht in dich (ich bin verheiratet, also hör mal! 🙂 aber in deine Art zu schreiben, die Aufmachung deines Blogs, die Bilder. Das Thema Introvertiertheit geht mir sehr nahe, vor allem aktuell, da mein großer Sohn in der Schule genau die von dir beschriebenen Probleme hat. Auch ich musste vor zwanzig Jahren mit ihnen kämpfen, hatte dadurch kaum Freunde, was auch heute noch so ist. Nun hat auch dieser tolle kleine Junge mit einem Schulsystem und einer Gesellschaft zu kämpfen, die hauptsache laut, auffallend und rabiat ist. Kaum eine Chance für individuelle Persönlichkeiten. Danke für den tollen Text!

    22. September 2016 at 12:20
    • Reply Lena

      Liebe Nadine,

      vielen Dank für deine ganz lieben Worte und für deine Geschichte!
      Ich finde es sehr sehr schade, dass Introvertiertheit gerade in der Schulzeit – einer so wichtigen Zeit – noch so ein großes Problem ist. Introvertiertheit hat ja rein gar nichts mit Unwissen oder Faulheit zu tun. Die Lehrer haben mich stets mit den Worten abgefertigt „Du bist ja so eine Ruhige, da muss mehr kommen!“. Dass ich eine der wenigen wirklich ehrgeizigen und aufmerksamen Schüler war, haben die Lehrer dann meist erst ganz überrascht bei schriftlichen Arbeiten festgestellt. Gerade dieses Überrascht-Sein der Lehrer hat mir bewiesen, dass man bloß aufgrund seiner Introvertiertheit fast für blöde gehalten wird. Das macht mich wirklich wütend.

      Ich hoffe, dein Sohn wird nicht so große Probleme in der Schulzeit haben. Ich finde es aber schön, dass du als Mutter über den Charakter deines Kindes bescheid weißt und er wenigstens von dieser Seite aus keinen Druck bekommt. 🙂

      Liebste Grüße

      22. September 2016 at 15:25
      • Reply Nadine

        Vielen Dank für deine lieben Worte Lena, zum Glück wissen wir es besser. Schade das unser Schulsystem, besser unsere Gesellschaft, noch immer nicht in der Lage ist das Individuum wahrzunehmen und immer noch Schablonen anlegt. Ich freue mich darauf mehr von dir zu lesen 🙂
        Liebe Grüße!

        23. September 2016 at 8:27
  • Reply bknicole

    Ein sehr schöner Beitrag, ich bin zwar jemand, der wirklich viel spricht (bin echt eine Labertasche, aber war ich schon immer) und somit sehr offen auf andere zugeht und kommunikativ ist, aber ich finde es auch nicht schlimm, wenn man genau das nicht ist. Wieso auch? Jeder sollte doch so sein können, wie er sich am wohlsten fühlt und wir müssen doch nicht alle gleich sein. Übrigens finde ich sehr lächerlich, zu behaupten, dass jemand nicht intelligent ist oder keine eigene Meinung hat, nur weil er vielleicht manchmal auch einfach nicht so viel sagt. Ist vollkkommener Quatsch und bei so Aussagen könnte ich auch durchdrehen.

    Ich beneide dich sogar etwas darum, dass du die Stille nicht als unangenehm empfindest. So geht es mir nämlich, wenn ich mit Freunden unterwegs bin. Ich hasse diese Stille und deshalb werde ich dann schnell zum Unterhalter. Klar viele schätzen gerade das an mir, weil man so immer leicht ins Gespräch mit mir kommt, es viel zu lachen gibt und die Unterhaltung am laufen halte, aber es gibt auch andere, denen das dann zu viel wird und die gerade deshalb nichts mit mir zu tun haben möchten oder mir das vorwerfen. Doch auf der anderen Seite, wenn ich mal etwas ruhiger war, mal nichts zu erzählen hatten, dachten immer gleich alle, ich sei irgendwie sauer oder etwas stimmt nicht. Was auch vollkommener Quatsch war, somit kann man es eigentlich nie jemanden recht machen. Wichtig ist, dass man sich selbst mag und wenn das der Fall ist, ist der Rest sehr egal ;).

    Übrigens habe ich mit dme Allein sein auch null Probleme, ich nehme mir sogar in regelmäßigen Abständen Zeit nur für mich und finde das auch extrem wichtig, sich mal zurückzuziehen und zur Ruhe zu kommen.

    Ps: Ich bin echt froh über meinen Aufruf in Facebook auf so viele unterschiedliche Blogs gestoßen zu sein, denn deiner gefällt mir ebenfalls richtig gut, sodass ich auch gleich als Leserin bliebe.

    3. Oktober 2016 at 15:30
    • Reply Lena

      Liebe Nicole,

      vielen, vielen Dank für deinen Kommentar! Es freut mich, dass der Text auch diejenigen erreicht, die nicht so sind wie ich und mit der Introversion zu kämpfen haben. Wie ich bereits geschrieben habe, finde ich es sehr bemerkenswert, wenn Menschen wie du einfach so drauf los erzählen können. Ohne sich vorher wild Gedanken darum zu machen, wie man den Satz anfängt, welche Worte am besten passen und wie der Satz zu Ende gehen soll. Für mich ist das in der Öffentlichkeit völlig undenkbar. Ganz anders ist es bei mir privat. Also so ganz privat. Unter den besten Freunden. Da kann selbst ich der Unterhalter sein.

      Dass du dir Zeit für dich nimmst, finde ich schön. Viele Menschen vergessen das heutzutage oder emfinden das als nicht notwendig. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass diese Menschen das früher oder später bereuen werden und sich wünschen werden, etwas mehr Ruhe in ihr Leben gebracht zu haben und sich einfach mal Zeit für sich zu gönnen.

      Es freut mich, dass dir mein Blog so gut gefällt. 🙂

      Liebe Grüße

      3. Oktober 2016 at 17:02
      • Reply bknicole

        Dankeschön ;). Wobei ich früher auch oft gesprochen habe, ohne vorher nachzudenken. Mittlerweile hat sich das bei mir auch geändert, sodass ich da schon genauer überlege was ich jetzt sage. Außer in Streitsituationen, da kann ich echt ein kleiner Hitzkopf sein :P.

        Das glaube ich auch, dass diese Menschen das irgendwann bereuen, zumal es glaube ich irgendwann immer eine Zeit geben wird, in der man auch mal alleine zurecht kommen muss und allein sein ist etwas, dass man nun mal vorher auch lernen muss.

        Übrigens hast du es mit diesem tollen Beitrag auch auf die Liste meiner Lieblingsklickls geschafft: http://www.smalltownadventure.net/2016/10/lieblingsklicks-oktober.html

        7. Oktober 2016 at 12:43
        • Reply Lena

          Ach, im Streit sagt man ja viel eher Dinge, über die man nicht nachgedacht hat. 😉
          Ganz lieben Dank für die Verlinkung!!

          9. Oktober 2016 at 11:36
  • Reply Sabine

    Liebe Lena,
    danke für diesen tollen Beitrag! Ich bin selbst introvertiert und widme diesem Thema auf meinem Blog eine ganze Kolumne, um genau solche Mysterien aufzuklären: Ich bin nicht schüchtern, ich WILL manchmal nicht reden, mir geht es gut so!
    xx
    Sabine

    7. Oktober 2016 at 13:40
    • Reply Lena

      Liebe Sabine,
      danke für deine lieben Worte! 🙂 Ich schau doch gleich mal bei dir vorbei.

      9. Oktober 2016 at 11:35

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