Fotografie

Bildorganisation mit Lightroom

 

Heute möchte ich euch einen Einblick in meine Bildorganisation geben und euch zeigen, wie ich meine Bilder mithilfe von Lightroom organisiere und sinnvoll ablege.

Es gibt mit Sicherheit noch praktischere Wege, dieses zu tun, aber ich möchte euch einfach zeigen, wie ich es mir in den letzten Jahren angewöhnt habe und mit welchem System ich heute super zurechtkomme.

 

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Von der Speicherkarte auf den PC

Ich fange natürlich an, indem ich die Bilder von der Speicherkarte auf den PC übertrage. Ich habe für jedes Jahr einen Ordner, in dem sich dann für jeden Monat ein Unterordner befindet. Innerhalb dieser Monate lege ich dann Ordner für das jeweilige Shooting an. Diesen benenne ich möglichst sinnvoll, sodass ich genau weiß, welche Bilder sich in diesem Ordner befinden. Die Rohdateien lege ich dann in einem weiteren Unterordner mit dem Namen „Originale“ ab.

 

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Die grobe Bildauswahl

Danach beginne ich, die Bilder schon einmal grob auszusortieren. Das mache ich direkt beim Durchscrollen der Fotos in dem Ordner. Ich lösche hierbei alle Datein, die auffällig schlecht sind, z.B. unscharf, verwackelt oder extrem falsch belichtet. Bei Selbstporträts fliegen dann außerdem schon direkt alle Bilder raus, auf denen ich mich nicht leiden kann. Der Anteil ist nämlich meist ziemlich groß. 😉

 

Bilder benennen

Sind die Fotos grob aussortiert, gebe ich Ihnen auch gleich einen Namen.
Warum ich das nicht erst nach der Bearbeitung mithilfe von Lightroom mache, hat einen ganz einfachen Grund: Wenn ich die Bilder in Lightroom bearbeite, tu ich das nicht in der Reihenfolge, in der ich die Bilder aufgenommen habe. Auch werde ich nicht mit allen Bildern auf einmal fertig. Wenn ich also immer nur einen kleinen Teil der Fotos unter einem neuen Namen abspeichere und Lightroom diese automatisch durchnummeriert, sind die Bilder letztlich in der Reihenfolge sortiert, in der ich sie bearbeitet habe und nicht etwa in der Reihenfolge, in der sie tatsächlich aufgenommen wurden. Wenn ich beim nächsten Mal weitere Bilder abspeichere, möchte Lightroom wieder die Bildnummer 1 vergeben und es entsteht das pure Bilderchaos.

Um das zu vermeiden, benenne ich die Bilder schon im Vorhinein (alle Dateien markieren → F2 → „Bildname (1)“ → alle Bilder werden umbenannt und richtig durchnummeriert).

 

Der Lightroom-Katalog

Im nächsten Schritt importiere ich die Fotos nach Lightroom. Dazu lege ich immer einen neuen Katalog für das jeweilige Shooting an (Datei → Neuer Katalog). Auch dem Katalog gebe ich einen passenden Namen und lege ihn im Shooting-Ordner ab.

Ich liebe die Katalog-Funktion von Lightroom! Sie ermöglicht uns, die Bearbeitungsfortschritt zu speichern, immer wieder aufzurufen und nachzuvollziehen, verschiedene Shootings durcheinander zu bearbeiten und immer wieder auf den letzten Stand der Bearbeitung zurückzukommen, ohne den großen Sammel-Katalog durchsuchen zu müssen. Ein wirklicher Segen.

 

Bilder markieren mit Lightroom

Sind die Bilder dann in den Katalog importiert, sichte ich die Fotos genauer und markiere mir die schönsten, indem ich eine Bewertung in Form von Sternen 1 – 5 vergebe. Man kann hier alternativ auch eine normale Markierung oder eine Farbmarkierung festlegen. Das macht jeder so, wie er möchte. Für mich funktioniert es mit den Sternen am besten.

 

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In der kleinen Bilderleiste unten kann ich mir nun einen Filter einstellen und mir beispielsweise alle Bilder anzeigen lassen, denen ich 5 Sterne gegeben habe. So kann ich also zunächst die schönsten Bilder bearbeiten und mich später um die weiteren Bilder kümmern.

Wie ich meine Bilder mit Lightroom bearbeite habe ich vor einiger Zeit schon einmal in diesem Beitrag zusammengefasst.

 

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Bilder exportieren mit Lightroom

Bin ich mit der Bearbeitung fertig, kann ich die Bilder nun exportieren. Hierfür lasse ich mir immer den Ordner „Bearbeitet“ anlegen, in dem alle bearbeiteten Bilder in voller Auflösung gespeichert werden. Benennen brauche ich hier die Bilder ja nun nicht mehr, da ich das bereits getan habe.

 

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Verwende ich die Bilder außerdem für den Blog, exportiere ich die Bilder über Lightroom nochmals in den Unterordner „Blog“. Hier lege ich außerdem eine Größe fest, in der die Bilder gespeichert werden sollen. Für meinen Blog benötigen die Bilder lediglich eine Breite von 800 Pixeln. Um Speicherkapazität zu sparen und dadurch die Ladezeit des Blogs gering zu halten, würde ich niemals Bilder in voller Auflösung hochladen. Eine komprimierte Version reicht vollkommen.

 

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Und das war auch schon mein System. Auf diesem Wege finde ich immer zuverlässig und schnell all meine Bilder wieder. Ich habe immer einen Überblick, wo sich die Original-Dateien, die bearbeiteten Bilder und die komprimierte Version befinden und kann dank des Lightroom-Kataloges jederzeit die Bearbeitung wieder aufgreifen.

Einen Teil der Bilder aus dem Shooting mit Habibe findet ihr übrigens hier.

Jetzt interessiert mich aber wirklich, wie ihr die Organisation eurer Bilder handhabt.
Benutzt ihr auch Lightroom als Helferlein? Fällt euch eine noch sinnvollere Ordnerstruktur ein?
Erzählt mir unbedingt davon!

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8 Comments

  • Reply Merle

    Toller Beitrag, Lightroom ist echt wunderbar! 🙂
    Noch eine Anmerkung: ich glaube 120ppi reichen auch, dann sind die Bilder für den Blog nochmal kleiner 🙂

    12. Juli 2017 at 21:45
    • Reply Lena

      Danke für den Tipp! Das werde ich auf jeden Fall so ausprobieren. 😊

      Liebe Grüße

      13. Juli 2017 at 17:52
  • Reply Nele

    Hei 🙂 Bildorganisation ist ein Thema, an dem ich immer wieder rumbastle.
    Ich arbeite auch zu einem sehr sehr großen Teil mit Lightroom. Für die Bildorganisation habe ich in der Ausbildung Adobe Bridge kennengelernt und nun versuche ich, mich nach und nach damit anzufreunden.
    Das praktische ist z.B., dass man in der Bridge seine Bilder auch automatisch umbennen, alle Daten einfügen kann, und Bildauswahlen und Sammlungen machen kann. So hat man nicht 200 Bilder pro Shooting in Lightroom drin. Ich muss mich trotzdem noch etwas dran gewöhnen…

    Liebe Grüße, Nele 🙂

    P.S.: Dein Blog ist einfach so zauberhaft schön, hat dir das mal jemand gesagt? <3

    17. Juli 2017 at 16:02
  • Reply Maya

    Interessanter Post 🙂 Ich benutze auch Lightroom und es war spannend zu erfahren wie du damit umgehst.

    Alles Liebe, Maya von Mayanamo

    26. Juli 2017 at 14:44
  • Reply CHRISTINA KEY

    Sehr interessanter Artikel! 🙂
    Lightroom nutze ich nicht so oft aber Du hast echt Ordnung.

    XX,

    http://www.ChristinaKey.com

    15. August 2017 at 10:13
    • Reply Lena

      Danke dir!
      Ja, so viel Chaos auch auf meinem Schreibtisch herrscht, der PC muss einfach aufgeräumt sein. 😀

      Liebe Grüße ♥

      22. August 2017 at 20:29
  • Reply Rebecca

    Bis jetzt arbeite ich noch nicht mit Lightroom, aber ich habe schon viel gehört und die Verwaltungsmöglichkeiten der Bilder soll wirklich toll sein.
    Ich muss aber auch gestehen, dass ich sehr davor zurück schrecke alle Bilder benennen zu müssen, denn das sind bestimmt 2000 Stück im Monat, wenn es ruhig läuft. Die Fotoverwaltung ist wirklich ein zeitaufwändiger Prozess und ich neige immer dazu in einem wahren Bilder Chaos zu versinken. Vielleicht sollte ich es einfach mal ausprobieren!

    xo Rebecca
    https://pineapplesandpumps.com/

    21. August 2017 at 21:48
    • Reply Lena

      Also ich kann Lightroom immer wieder nur empfehlen! Nicht nur die Bildbearbeitung fällt damit super einfach, eben auch die Organisation.
      Wenn man alle Bilder gleich benennt, wenn man sie auf den PC schiebt, ist das auch gar nicht so aufwändig. 🙂 Und man findet immer schnell alles wieder, wenn man einen sinnvollen Namen vergibt.
      Das mit dem Bilderchaos kenne ich aber auch noch zu gut.. 😀

      Liebe Grüße ♥

      22. August 2017 at 20:36

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